Besichtigung der
Stiftskirche Notre Dame von Vernon
(Marienkirche)
Die ursprüngliche
romanische Kirche aus dem 11. Jahrhundert, wurde bis ins Jahr 1220 verändert
und erweitert. Aus dieser Zeit stammen der Chorraum und die angrenzenden
Teile.
Zwischen 1360 und 1610 entstanden das Kirchenschiff mit seinen wunderschönen
Gewölbebögen, die 13 Seitenkapellen und die Fassade in mehreren
gotischen Stilen.
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Während
der französischen Revolution wurde die Stiftskirche zum "Tempel
der Vernunft".
Grossen Schaden erlitt sie während des Zweiten Weltkrieges
(1940 und 1944). Fast alle Kirchenfenster wurden zerstört.
Doch dank der ausführlichen Renovierungsarbeiten der letzten
Jahre, zählt sie auch heute noch zu dem Kulturgut unserer Stadt. |
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Die Aussenansicht der Kirche
Das
Hauptportal
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Der Figurenschmuck
des Hauptportals ist überwiegend der Heiligen Mutter Gottes
gewidmet. Sehr schöne Steinplastik zwischen den beiden Türen
die Maria mit Kind darstellt. Das Tympanonrelief, gezeichnet Taluet
(1866), zeigt Szenen aus dem Leben der Jungfrau Maria: die Ankündigung,
die Heimsuchung, Anbetung der Heiligen drei Könige und Darbietung
Jesus im Tempel. Die Gewändefiguren wurden leider während
der Revolution zerstört. |
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Facade der Kirche
Überqueren Sie die Strasse und bewundern Sie nun die Fassade der
Kirche (14. und 15. Jahrhundert) vom Rathausplatz aus.
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Das wunderschöne
Rosenfenster besitzt eine ganz originelle Linienführung.
Vier aneinander-grenzende Kreise befinden sich in einem Viereck
das von Bogenlinien durchzogen wird.
Jede einzelne
Ebene der Fassade wird durch kleine Galerien hervorgehoben, die
wiederum die beiden achteckigen Türme im Mittelteil verbinden.
Die gestreckte
Form der Fassade verleiht dem Bauwerk eine gewisse Leichtigkeit
und Eleganz.
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| Vergessen
Sie nicht noch einen Blick auf die Wasserspeier in Form von Ungeheuern
und Dämonen zu werfen. Ebenfalls bemerkenswert, die gewaltigen
Strebebögen die die Aussenwände des Kirchenschiffes stützen. |

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Rundgang
um die Kirche
Begeben Sie sich nach rechts ( Rue du Chapitre).
Rechts das ehemalige
Haus der Domherren (15.Jahrhundert). Diese enge, verwinkelte Gasse ist
typisch für das Mittelalter.
Hinter den vergitterten Fenstern der Kirche (links von Ihnen) liegen
die Sakristei und die ehemalige Schatzkammer der Domherren.
Gegenüber das Haus auf einem der Pfeiler können Sie folgende
Innschrift aus dem Jahre 1658 lesen:
L'an Mil six centz Cinquante huict, huict degredz des poissons, la
Seine brisant le pont, O triste bruit, estendit ici son domaine
(Tausendsechshundertachtundfünf-zig, am 8ten Tage des Wassermannes
(28 Februar) zerbrach die Seine die Brücke, oh welch schreckliche
Geräusche machten sich an diesem Orte breit.)
Das äussere
Ende der Kirche hinterlässt den Eindruck als wäre hier ein
Baustelle nicht zu Ende geführt worden.
Gehen
Sie weiter um die Kirche herum (Rue Saint-Sauveur). Sie sind
jetzt am Nordportal angekommen.
Der Figurenschmuck zeigt Weinblätter, Weintrauben und Tannenzapfen.
Einige Meter weiter sehen Sie an einem der Pfeiler an der Ecke
der Kirche eine weitere Innschrift aus dem Jahre 1658.
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Bevor Sie ihren
Rundgang beenden, schauen Sie sich das Fremdenverkehrsamt (Office de
Tourisme) an. Das Gebäude stammt aus dem 15.Jahrhundert und ist
eines der wenigen Fachwerkhäuser mit über-hängenden Stockwerken.
Am Eckpfeiler befindet sich eine Holzschnitzerei die die Ankündigung
darstellt.

Das
Innere der Kirche
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Deckenhöhe
und Lichteinfluss bringen die markanten Unterschiede zwischen
dem romanischen Chorraum und dem gotischen Teil der Kirche besonders
zur Geltung. Die inneren Gewölbe und die grossen Kirchenfenster
erzeugen diesen einzigartigen Eindruck des anmutigen Emporsteigens.
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Über dem Chorraum erkennt man eine Holzplastik aus dem 17. Jahrhundert
von Jean Drouilly, Künstler aus Vernon. Sie stellt eine Kreuzigungsgruppe
mit der Jungfrau Maria und dem Apostel Johannes dar.
Die 12 Apostel
an den Pfeilern des Kirchenschiffes stammen ebenfalls von einem lokalen
Künstler, Joseph Decorchemont (19. Jahrhundert)
Begeben Sie sich nun zu der ersten Kapelle, links des Eingangs.
(Nr. 3 auf dem Plan)
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Ehemalige
Taufkapelle
Links von der Kapelle befindet sich eine neuzeitige Statue, die
den Heiligen Adjutor darstellt. Sie zeigt ihn als Mönchsritter
in schlichter Wollkleidung, einen Taler in der rechten Hand und
eine Kette in der linken Hand.
Die oberen Teile der Kirchenfenster sind Überreste aus dem
16.Jahrhundert und zeigen Jesus am Kreuz zwischen zwei reuigen
Schächern.
Die unteren Teile sind modern, in Grau und Rot gehalten und setzen
die obige Szene ins Bild.
Die
Vinzent von Paul Kapelle
Beachtenswert in dieser Kapelle ist das Grabmal der Marie Maignard.
Als Tochter und Ehefrau reicher Würdenträger der Stadt,
stiftete sie im Jahre 1607 der Kirchengemeinde die Orgel. Sie
verstarb 23jährig im Jahre 1610.
Dieses interessante Denkmal zeigt die Kleidermode unter Heinrich
dem IV. Ebenso zu erkennen auf der Tafel aus dem Jahre 1596, die
am 3. Pfeiler direkt hinter Ihnen angebracht wurde.
Kirchenfenster
Nr. 4 Krönung aus dem 16.Jahrh. und moderne Kirchenfenster
(1994 von Hermet-Juteau )
Rechts von der Kapelle
sehen Sie eine erst kürzlich renovierte Statue der Heiligen
Katharina von Alexandrien. |

Gesamtlänge:
61 m
Länge des Mittelschiffes:34 m
Breite des Mittelschiffes: 8 m
Höhe des Mittelschiffes:22m
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Die
Legende des Heiligen Adjutor
Adjutor wurde hier in Vernon als Sohn des Herrschaftsträgers
der Stadt im Jahre 1070 geboren. Er nahm an dem ersten Kreuzzug
teil und wurde im Heiligen Land gefangen genommen . Die Legende
erzählt, dass er in einer Nacht aus der Gefangenschaft befreit
und nach Vernon gebracht wurde. Hier in Vernon verbrachte er ein
Wunder. Er warf seine Ketten aus der Gefangenschaft in die Seine
und zwar an die Stelle, an der ein Strudel zahlreiche Schiffe kentern
lies.
Danach wurde die Seine an dieser Stelle ruhig und der Heilige Adjutor
zog sich in die Einsamkeit zurück. Er ist bis heute der Schutzpatron
der Flusschiffer.
Das Gemälde von Julien Devos zeigt die Vollbringung des Wunders.
Ebenso das abstrakte Kirchenfenster Nr. 23 rechts oben.
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Die Vinzent
von Paul Kapelle
Beachtenswert in dieser Kapelle ist das Grabmal der Marie Maignard.
Als Tochter und Ehefrau reicher Würdenträger der Stadt, stiftete
sie im Jahre 1607 der Kirchengemeinde die Orgel. Sie verstarb 23jährig
im Jahre 1610.
Dieses interessante Denkmal zeigt die Kleidermode unter Heinrich dem
IV. Ebenso zu erkennen auf der Tafel aus dem Jahre 1596, die am 3. Pfeiler
direkt hinter Ihnen angebracht wurde.
Kirchenfenster Nr. 4 Krönung aus dem 16.Jahrh. und moderne Kirchenfenster
(1994 von Hermet-Juteau )
Rechts von der
Kapelle sehen Sie eine erst kürzlich renovierte Statue der Heiligen
Katharina von Alexandrien.
Kapelle
der Barmherzigen Brüder
Die Bruderschaft der barmherzigen Brüder wurde von den Tuchschneidern
und anderen Bürgerlichen der Stadt im Jahre 1319 gegründet.
Sie übernahm die Bestattungen der Bedürftigen. Die von dem
Schlusstein ausgehenden Gewölberippen sind in spätgotischem
Stil errichtet. Die Geisselung Christi ist höchstwahrscheinlich
französische Schule aus dem 17. Jahrhundert
Kirchenfenster
Nr. 5,6 in Blau gehalten
Taufkapelle
(Nördliches Querschiff)
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Ein Triptychon
aus dem 15.Jahrhundert zeigt den Leidensweg, den Tod und die Auferstehung
Christi.
Kirchenfenster
Nr. 7- in Rot und Weis gehalten, stellt die Herrlichkeit Christi
nach der Auferstehung dar.
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Genovevakapelle
Wunderschönes Gemälde von Annibal Carracci (1560-1609) das
die Auferstehung darstellt.
Die Kirchenfenster
zeigen gegen den Himmel strebende Bewegungen die das Weltall darstellen.
Eine Andeutung an die hier in Vernon entwickelten Motoren der Rakete
Ariane.
Führen
Sie ihren Rundgang in Richtung Marienkapelle fort. Rechts von Ihnen
beachten Sie bitte das unterschiedliche Niveau des Bodens. Es zeigt
den ursprünglichen Boden der im Jahre 1658, nach einer großen
Überschwemmung, erhöht wurde.
Sie befinden sich jetzt in dem ältesten Teil der Kirche.
Romanische
Chorraum
Der romanische Chorraum ist mit 9 Arkaden umschlossen. Den monolithischen
Säulen sind Kelchblockkapitelle aufgesetzt, die mit Pflanzen und
Tiermotiven versehen sind. Die Arkaden münden nicht direkt auf
den Kapitellen, sondern sind erhöht. Eine sehr seltene Technik
die man nur in einigen englischen Kirchen findet.
Der Chorumgang aus dem 12.Jahrhundert ist der erste gotische Chorumgang
der Normandie und so einer der ersten Frankreichs.
Marienkapelle
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Architektur
aus dem 14. Jahrhundert.
Die Holzplastik in Polychrom zeigt die thronende Gottesmutter mit
Kind. Sie stammt ebenfalls aus dem 13. /14. Jahrhundert.
Alle Kirchenfenster sind der Jungfrau Maria gewidmet. |
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Rechts von
Ihnen, über der Eingangstüre, das Kirchenfenster Nr. 16.
Es veranschaulicht einen Vers aus dem Johannes-Evangelium, "Ich
bin das Licht der Erde".
Beachten Sie die strahlenden Farbtöne diese Glasfensters, es
wird von der Morgensonne beleuchtet. |
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Die nächste
Türe( Renaissance) führt in die Sakristei.
Der Hochaltar des Chorraumes im Stil Ludwig des XVI. stammt aus Gaillon.
Der ursprüngliche Altar wurde während der Revolution zerstört.
Die Rosenkranzkapelle
(Südliches Querschiff)
Der Name wurde
ihr durch das Altarbild verliehen, das den Heiligen Dominikus beim Empfangen
des Rosenkranzes zeigt.
Steinplastik
der Jungfrau Maria aus dem 17. Jahrhundert
Die modernen
Glasfenster (Hermet-Juteau) symbolisieren in dieser Kapelle drei Rosenkränze
mit jeweils 5 Zehnergruppen, die die Christusgeheimnisse darstellen.
Von unten nach oben erkennt man die 5 glücklichen, die 5 schmerzhaften
und die 5 glorreichen Geheimnisse.
Rosenblätter im oberen Teil der Fenster.
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Vinzentkapelle
Das Altarbild, Grau in Grau gehalten, zeigt den Heiligen Vinzent,
Schutzpatron der Winzer. Gemälde aus dem 17. Jahrhundert.
Die
modernen Kirchenfenster stellen Rebstöcke dar.
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Maria-Magdalenenkapelle
Zeitgemäßes Gemälde das Maria-Magdalena als reuige
Sünderin darstellt.
Die modernen
Kirchenfenster erwägen das Thema der Reue.
In den abstrakten Formen des Glasfensters lassen sich entweder
Maria-Magdalenas Haare erkennen oder aber auch eine betende Menschenmenge.
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Sankt Mauxekapelle
Die Verehrung des Heiligen Sankt Mauxe wurde im 12. Jahrhundert
in der Gemeinde eingeführt. Die Statue zeigt ST.Mauxe, den
Märtyrerbischof von Riez.
Statue der Heiligen Sankt Anna aus dem 16. Jahrhundert.
Weiteres Gemälde von Pantin aus dem Jahre 1859. Es stellt den
sterbenden Christ im Olivenhain dar.
Die modernen Kirchenfenster stellen den Märtyrertod dar, Rot
für das Blut, Grau für die Asche. |
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Kapelle Unserer Lieben Mutter von Lourdes
Die einzigen noch aus dem 16.Jahrhundert stammenden Glasfenster.
Während des Krieges wegen Restaurierungsarbeiten entfernt
und so vor der Zerstörung gerettet. Sie zeigen das Leben
von Johannes dem Täufer. Im oberen Teil erkennt man Szenen
aus dem Leben Jesus.
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Sankt Josefskapelle,
gleichzeitig Unserer Lieben Frau von Fatima
gewidmet
Die neuzeitigen Glasfenster wurden im Jahre 1975 von Jacques Bony
geschaffen. Sie zeigen Ausschnitte aus dem Leben der Heiligen Genoveva
und des Heiligen Jakobus. Es ist eine Anspielung an die beiden während
der Revolution zerstörten Kirchen hier in Vernon; Sankt Jakobuskirche
und Sankt Genovevakirche. |
Begeben Sie sich jetzt in die Mitte des Hauptschiffes.
Die
Orgel:
In 1610 von Jean Ouri ( Pfarrer und Orgelbauer) erbaut.
Orgelbühne und Orgelgehäuse stehen unter Denkmalschutz Bemerkenswert
sind die 13 Holztäfelungen der Empore (17. Jahrhundert)
Die Rosette hinter der Orgel, wurde im Jahre 1975 von J.Bony restauriert.
Wir bitten Sie darum, die Atmosphäre des Gebets und der Ruhe
zu respektieren.
Während der Gottesdienste ist eine Besichtigung nicht möglich.
Messen: Sonntag 9 Uhr und 10 Uhr 30 , Montag - Freitag : 18 Uhr , Samstag
19 Uhr
