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Monets Garten in Giverny : die Wiege seines künstlerischen Schaffens Die Stiftung Claude Monet
Der kleine normannische Ort Giverny an der Seine, nur 3 Kilometer weit von Vernon, und Monets Haus und Garten, in dem er von 1883 bis zu seinem Tod, am 5. Dezember 1926, lebte, sind ein begehrtes Ziel von Pilgern aus aller Welt. Das Anwesen in Giverny, das Monets Sohn 1966 der Académie des Beaux Arts vermacht hat, wurde 1980 nach Beendigung umfangreicher Restaurierungsarbeiten als "Claude Monet Stiftung" eingeweiht.. Das Haus mit seiner rosa verputzten Fassade hat seinen farbenfreudigen Innendekor und seinen intimen Charme von einst wieder erhalten. Sehr interessant
ist, dass man die ehemaligen Wohnräume besichtigen kann.
Zuerst baute
Monet das Haus und den Garten um: eine kleine Scheune wurde rum Atelier
und eine andere Scheune zur Küche. |
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Die Gartenanlagen des "Clos Normand" mit ihren geradlinigen Perspektiven und ihren rankenden Pflanzengewölben, welche flimmernde Blumenbeete umgeben, bilden vor dem Haus und den Ateliers vom Frühling bis zum Herbst die schillernde Palette eines Maler Gärtners, der "in Blumen vernarrt" war.
Und schliesslich
liegt der Wassergarten, von einem Arm des Flusses Epte gebildet und
von Trauerweiden umschattet, etwas unterhalb. Mit seiner berühmten
Japanischen Brücke, seinen Glyzinien, seinen Azaleen und seinem
Teich ist er wieder jener Himmels und Wasserschrein geworden, der die
Bildwelt der Seerosen entstehen liess.
Während im Hausgarten eine gewisse rechtwinklige Regelmäßigkeit herrscht, ist der Wassergarten asymmetrisch angelegt, sodass beide Gartenteile einen sehr verschiedenen Eindruck machen. Überdies sind Haus und Garten in Giverny sorgfältig getrennte Bereiche. Monet wollte, dass sein Garten am perfektesten wäre. Und perfekt bedeutete nicht ziemlich schön, aber ganz perfekt: Monet hatte sieben Gärtner und jeden Morgen sollte einer mit dem Boot auf dem Teich fahren um die Seerosen eine nach der anderen zu waschen. Und da die Strasse zwischen den Gärten staubig war, ließ er sie aus eigener Tasche asphaltieren Auch in den Augen der Betrachter war der Garten nun selbst eines von vielen Werken geworden, und wenn Clemenceau schrieb: "...der Garten Monets muss zu seinen Werken gezählt werden, da er den Zauber einer Anpassung der Natur an die Arbeit des Lichtmalers verwirklichte" so bedeutet das, dass sich zuletzt die Natur der Kunst anpasst - zumindest dem Anschein nach.
Und wenn Monet
für einige Tage Giverny verlassen musste, dachte er nur an die
Rückkehr. Er schrieb: "Eine Trennung von Giverny träfe
mich hart ... nie wieder fände ich einen so schönen Ort".
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